PartnersCHAFT UND sUCHT

Eine Partnerschaft zu leben, bedeutet, verschiedene Ebenen miteinander in Einklang zu bringen: neben der eigenen Biographie und Entwicklungswünschen,  individuellen Bedürfnissen und den Interessen des Partners sind da die Alltagsbewältigung sowie die gemeinsame Zeit mit Leichtigkeit, Lust, Aktivität, Emotionalität und interessierter Offenheit zu füllen. So entstehen Vertrauen und Sicherheit.

 

Bricht eine Sucht ins gemeinsame Leben ein, verändert dies stark die emotionale Offenheit des Paares, die Bereitschaft sich konstruktiv auseinanderzusetzen sowie den Umgang der Partner miteinander. Es scheint häufig, als drehe sich alles nur noch um die Sucht "im Partner" bzw. in der Partnerschaft. Beide Partner befinden sich in großer seelischer Not, durchleben einen schmerzhaften Prozess von emotionaler Distanzierung, Hilflosigkeit, tiefer Verunsicherung und Verletzungen.

 

Ich bin seit vielen Jahren in der ambulanten Suchtrehabilitation mit Betroffenen, Angehörigen, Gruppen und Paaren tätig. Das Thema Sucht wird einen angemessenen Platz in Ihren Therapiegesprächen einnehmen. Im Vordergrund steht jedoch Ihre Partnerschaft: Ihre aktuelle Situation, Ihre gemeinsame Geschichte und Entwicklungsmöglichkeiten, mit und neben der Sucht. Dabei stelle ich nie die Schuldfrage, sondern möchte Sie als Paar
unterstützen, wieder Nähe zu erleben, Vertrauen und tiefe Verbundenheit.

 

 "Liebe ist der Versuch, sich zu verstehen" -Blumfeld-